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Impuls Täglicher Praxis

Reflektionen und Praxisanregungen Zu Vorträgen der Reihe "Rainy Season Talks" von Baker Roshi.

MIT RYUTEN ROSENBLUM ROSHI ODER SHŌSAN WEISCHEDE ROSHI.

Live-Vorträge via Zoom-Meeting vom  21. Januar bis 24. März 2021

Jeden Mittwochabend halten Ryuten Rosenblum Roshi oder Shōsan Gerald Roshi einen Vortrag zur Unterstützung der Zen-Praxis im täglichen Leben. Diese Vorträge sind offen für alle Interessierten und auch zum "reinschnuppern" geeignet. Ryuten Roshi bzw. Shōsan Roshi werden dabei die Kernideen von Baker Roshis vorangehendem Sonntagsvortrag aufgreifen.

Ryuten Rosenblum Roshi
Shōsan Weischede Roshi

Rainy Season Talks

Vom 24. Januar bis zum 28. März 2021

Aufzeichnung vom 17.01.2021 - Zentatsu Baker Roshi

Video abspielen

Tathagata: 

Sanskrit. Wörtlich: „so gegangen“, oder auch „so gekommen“. Einer der Titel für Buddha, der ausdrücken soll, dass Buddhas Verwirklichung nicht konzeptuell erfassbar ist, sich nur als „so“ bezeichnen lässt.

Dharma-Trommel: 

Eine Trommel, die zum Vortrag des Lehrers ruft.

Densho-Glocke:

Eine Glocke, die zum Vortrag des Lehrers ruft.

„Dieses Licht“:

Gemeint ist die Beleuchtung, die für die Aufnahme des Vortrags  erforderlich ist.

Gemeinsamer Schaltkreis: 

Dies spielt auf die buddhistische Lehre an, dass die Erscheinungen, Dinge nicht unabhängig voneinander und eigenständig existieren,  sondern in gegenseitiger Abhängigkeit entstehen und vergehen.

 

Eine Substanz:

Das Netzwerk der Erscheinungen und ihrer Wechselwirkungen gilt in der buddhistischen Lehre als ein großes Netzwerk, was Differenzierungen aber nicht ausschließt.

 

Ango:

Japanisch. Wörtlich: friedvolles Verweilen. Es bezeichnet eine 90-tägige Zeit des intensiven Praktizierens an einem Ort. Zu Zeiten Buddha Shakyamunis wanderten die Mönche gemeinsam umher, unter anderem, um die Bevölkerung eines Ortes nicht durch ihre Bettelgänge zu überlasten. Während der dreimonatigen Regenzeit in Indien war das nicht möglich und diese Zeit wurde zu intensiver Praxis genutzt.

 

Dharma:

Sanskrit. Wörtlich: Lehre, Gesetz. Im Besonderen bezeichnet es im buddhistischen Kontext die Lehre von Shakyamuni Buddha. Eine weitere, hier nicht implizite Bedeutung von Dharma ist Baustein  Oder Einheit der Erfahrung.

 

Crestone:

Ort in Colorado, Rocky Mountains, in dem die Praxisperiode stattfindet und von dem aus Zentatsu Baker Roshi spricht.

Johanneshof:

Name des Schwester-Klosters des Crestone Mountain Zen Centers in Deutschland.

Viewcabulary, Betrachtungsweisen-Kabular:

Wortschöpfung von Zentatsu Baker Roshi, die ausdrücken soll, dass im  Buddhismus ein Vokabular verwendet wird, das darauf angelegt ist, den Praktizierenden Betrachtungs- oder Sichtweisen zu vermitteln, die sie / er in ihrer / seiner Erfahrung umsetzen kann.

Kronenchakra:

Sahasrara Chakra in Sanskrit. Ein Energie-, Schaltzentrum, das gemäß der Chakren-Lehre am Scheitelpunkt des Kopfes verortet ist.

Wendesatz, Huatou:

Huatou: Chinesisch. Wörtlich: Spitze, Kopf der Sprache.

Worte (oder auch ein Wort), die darauf angelegt sind durch

Wiederholung eine tiefgreifende Veränderung in Körper, Wahrnehmung,

Bewusstsein, Geist der Praktizierenden zu bewirken.

 

Brahma Vihara:

Sanskrit: Wörtlich: göttliche Verweilstätte.

Im Buddhismus werden 4 Brahma Viharas gelehrt: Grenzenlose freundliche Zuwendung, Grenzenlose Mitfreude, Grenzenloses Mitgefühl, Grenzenloser Gleichmut. Diese Übungen werden als Brahma Viharas bezeichnet, weil ihre Ausübung, Vollendung befreiend wirkt und die erreichten Zustände als göttlich bezeichnet werden.

Zorros Pferd springt über die Klippe:

Die Fernsehserien, in denen Zorro der Protagonist war, endeten öfters mit einer Szene, die Spannung erzeugen sollte, um die Zuschauer zum Einschalten der nächsten Folge zu animieren. Eine dieser Szenen ist ein Sprung mit dem Pferd über eine Klippe, wobei am Ende nicht klar ist, ob Reiter und Pferd das andere Ende der Schlucht erreichen oder nicht.

Es ist eine nicht ernst gemeinte Metapher dafür, am Ende eines Vortrages Spannung auf den nächsten Vortrag zu erzeugen.

Sehen, erkennen der buddhistischen Lehren in ihren mannigfaltigen Facetten ist nicht auf theoretisches Studieren beschränkt. Vielmehr ist gefragt, das eigene Tun zu be- und hinterfragen, sich die eigenen (Vor-) Annahmen bewusst zu machen und eventuell durch lebensnähere, lebendigere Sichtweisen zu ersetzen. Ein Beispiel aus Baker Roshis Vortrag sein Hinweis darauf zu achten, wie die Sinne dazu beitragen Welt (-Bilder) zu konstruieren, wie sich beispielsweise der Akt des Sehens auf den Körper auswirkt. Im Vortrag wird dies als eine Art von Achtsamkeit, neuronale Achtsamkeit, bezeichnet.

Eine zentrale Lehre im Buddhismus ist, dass Erscheinungen, Dinge, Situationen nicht unabhängig, eigenständig, dauerhaft, aus sich selbst heraus existieren, sondern in gegenseitiger Abhängigkeit entstehen und vergehen. Sie bilden ein dynamisches Netzwerk gegenseitiger Beeinflussungen, Bedingungen.

In seinem Vortrag bezeichnet Baker Roshi dies unter anderem als gemeinsamen Schaltkreis. Streamen seines Vortrags ist ein Beispiel für die gegenseitige Durchdringung von klösterlicher Praxis und Laien-Praxis. Das im Vortrag erklärte Wendewort (siehe unten) „bereits verbunden“ ist Anleitung für und Ausdruck der Praktizierbarkeit von Verbundenheit.

Auch das im Vortrag erwähnte, buddhistische Konzept von „Verdienst“ verdankt seine Entstehung der Tatsache grundlegender, gegenseitiger Vernetzung.

Dies sind Worte (oder auch nur ein Wort), die darauf abzielen durch Wiederholung die Wahrnehmung, den Körper, den Geist des Praktizierenden zu transformieren. Sie sind keine Beschreibungen von Realitäten, sondern bringen Sichtweisen nahe, die eingeübt ein unmittelbareres Erfahren von Welt und Selbst ermöglichen. Diese Worte sprechen deshalb direkt die Erfahrbarkeit, bzw. Umsetzbarkeit an und bringen so Sichtweisen in das eigene Leben.

UNTERSTÜTZUNG FÜR DEINE TÄGLICHE PRAXIS

Dies ist auch eine Möglichkeit, unser Sonntagsangebot zu vertiefen. Eine Kenntnis dieser Vorträge ist hilfreich, jedoch keine notwendige Voraussetzung für diesen Kurs. Die Themen werden vielfältig sein, doch der Fokus dieser Mittwochsreihe liegt darin, konkrete Anwendungsmöglichkeiten der Lehren im täglichen Leben zu erforschen. Im Anschluss an den Vortrag bietet die Haus-Sangha des ZBZS eine Austauschrunde mit abschließendem kurzen Zazen an.
LIVE

Zeitplan

19:15 Zazen

19:30 Vortrag

20:10 Austausch

21:00 Ende

Hinaus Über die Haltungen von Körper/Geist

Wir können anfangen, unsere Aufmerksamkeit auf Körper/Geist zu richten. Offenheit für alles, was als neue, verbesserte Strategie entsteht, als ein besserer Weg zu sein. Aus der Praxis etwas zu machen.

Damit es zu einer kontinuierlichen Entfaltung kommen kann, müssen wir jeden Bezugspunkt aufgeben.

Dokumentation

Hier folgt Begleitmaterial zu den Vorträgen

Die Vorträge von Shōsan Weischede werden in deutscher, die von Ryuten Rosenblum in englischer Sprache gehalten.

Live Übersetzung: Gunda Wolter Widmer. Ein PDF dazu wird im Anschluss bereitgestellt.

Preise

Empfohlener Preis: €10 

Wenn es Dir möglich ist, zahle etwas mehr. Damit unterstützt Du diejenigen, die den empfohlenen Preis nicht leisten können.

 

✓ Live-Eröffnungsvortrag: Mittwoch, 27. Januar, 19.30 Uhr

✓ Vorträge jeden Mittwoch vom 27. Januar – 24. März.  

✓ Live-Austausch, Fragen und Antworten mit Ryuten Roshi oder Shōsan Roshi

✓ Unbegrenzter Zugang zu allen Kursmaterialien

✓ Mit Praxisübungsblatt für Vorträge von Ryuten Roshi

 ✓ Auf Anfrage: Einzelgespräche mit Ryuten Roshi

Ein Vers, der vom Laien P'ang adaptiert wurde:

In den zehn Richtungen der gleichen Gemeinde – Jeder einzelne praktizierende Nicht-Andere Geist

Leer, verbunden mit jedem Entstehen – Dies ist der Ort, an dem die Buddhas ausgewählt werden

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